Frau mit Hashimoto erlebt Erschöpfung und innere Unruhe

Hashimoto und Nervensystem: Warum dein Körper nicht mehr abschalten kann

Geschrieben von: Parri

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Veröffentlicht

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Lesezeit 17 min

Hashimoto und Nervensystem: Warum dein Körper nicht mehr abschalten kann

„Ich bin müde, aber ich komme nicht runter.“ Diesen Satz höre ich in meiner Praxis sehr häufig. Und meistens sitzt mir dann eine Frau gegenüber, die nicht einfach nur ein bisschen gestresst ist. Sie ist erschöpft. Richtig erschöpft. Aber sobald sie abends im Bett liegt, ist der Körper plötzlich wach.

Der Tag war lang, der Kopf ist voll, die Muskeln sind müde – eigentlich müsste der Körper dankbar ins Kissen sinken. Aber nein. Stattdessen beginnt im Kopf die Abendvorstellung: Was habe ich heute vergessen? Warum war ich so gereizt? Warum schlägt mein Herz so schnell? Warum kann ich nicht schlafen, obwohl ich todmüde bin? Der Körper liegt im Bett, aber das Nervensystem sitzt innerlich noch mit Jacke und Schuhen an der Haustür und wartet auf den nächsten Notfall.

Und genau hier beginnt das eigentliche Thema. Es geht nicht nur um Müdigkeit. Es geht um ein Nervensystem, das nicht mehr zuverlässig zwischen Anspannung und Erholung wechseln kann.

Was das Nervensystem eigentlich macht

Unser autonomes Nervensystem steuert viele Vorgänge, über die wir nicht bewusst nachdenken müssen: Herzschlag, Atmung, Verdauung, Blutdruck, Körpertemperatur und die Anpassung an Belastungen. Vereinfacht besitzt es zwei Arbeitsrichtungen. Der Sympathikus bereitet uns auf Aktivität, Leistung und Gefahr vor, erhöht die Aufmerksamkeit und stellt Energie bereit. Der Parasympathikus unterstützt Ruhe, Verdauung, Regeneration und Schlaf.

Beide Bereiche sind notwendig. Problematisch wird es erst, wenn der Körper sehr häufig in Alarmbereitschaft bleibt und nur noch schwer in die Erholung zurückfindet. Dann kann selbst ein ruhiger Abend nicht mehr wirklich ruhig sein. Der äußere Stress ist vorbei, doch der Körper hat die Nachricht offenbar nicht gelesen.

Wenn du müde bist, aber nicht zur Ruhe kommst

„Ich bin müde, aber ich komme nicht runter.“ Diesen Satz höre ich in meiner Praxis sehr häufig. Und meistens sitzt mir dann eine Frau gegenüber, die nicht einfach nur ein bisschen gestresst ist. Sie ist erschöpft. Richtig erschöpft. Aber sobald sie abends im Bett liegt, ist der Körper plötzlich wach.

Der Tag war lang, der Kopf ist voll, die Muskeln sind müde – eigentlich müsste der Körper dankbar ins Kissen sinken. Aber nein. Stattdessen beginnt im Kopf die Abendvorstellung: Was habe ich heute vergessen? Warum war ich so gereizt? Warum schlägt mein Herz so schnell? Warum kann ich nicht schlafen, obwohl ich todmüde bin? Der Körper liegt im Bett, aber das Nervensystem sitzt innerlich noch mit Jacke und Schuhen an der Haustür und wartet auf den nächsten Notfall.

Und genau hier beginnt das eigentliche Thema. Es geht nicht nur um Müdigkeit. Es geht um ein Nervensystem, das nicht mehr zuverlässig zwischen Anspannung und Erholung wechseln kann.

frau ist müder kommt aber nicht zu ruhe

Was das Nervensystem eigentlich macht

Unser autonomes Nervensystem steuert viele Vorgänge, über die wir nicht bewusst nachdenken müssen: Herzschlag, Atmung, Verdauung, Blutdruck, Körpertemperatur und die Anpassung an Belastungen. Vereinfacht besitzt es zwei Arbeitsrichtungen. Der Sympathikus bereitet uns auf Aktivität, Leistung und Gefahr vor, erhöht die Aufmerksamkeit und stellt Energie bereit. Der Parasympathikus unterstützt Ruhe, Verdauung, Regeneration und Schlaf.

Beide Bereiche sind notwendig. Problematisch wird es erst, wenn der Körper sehr häufig in Alarmbereitschaft bleibt und nur noch schwer in die Erholung zurückfindet. Dann kann selbst ein ruhiger Abend nicht mehr wirklich ruhig sein. Der äußere Stress ist vorbei, doch der Körper hat die Nachricht offenbar nicht gelesen.

„Dein Körper ist nicht zu empfindlich. Er versucht nur schon sehr lange, mit zu viel Belastung zurechtzukommen.“

Parri

Was die Schilddrüse mit dem Nervensystem zu tun hat

Hashimoto und Nervensystem hängen enger zusammen, als viele zunächst vermuten. Schilddrüsenhormone wirken nicht nur auf Gewicht, Körpertemperatur und Energieverbrauch, sondern auch auf Gehirn, Herz, Muskeln und zahlreiche Stoffwechselprozesse. Bei einer Unterfunktion können Müdigkeit, verlangsamtes Denken, Vergesslichkeit und depressive Verstimmungen auftreten. Eine zu hohe Schilddrüsenhormondosis kann dagegen Nervosität, Herzklopfen und Hitzegefühl begünstigen.

Innere Unruhe bei Hashimoto sollte deshalb nicht automatisch als psychisches Problem betrachtet werden. Genauso wenig darf allerdings jede Unruhe allein der Schilddrüse zugeschrieben werden. Der menschliche Körper arbeitet nicht in getrennten Abteilungen – die Schilddrüse kümmert sich nicht vormittags um den Stoffwechsel und nachmittags um die Stimmung. So übersichtlich wurde der Mensch bedauerlicherweise nicht konstruiert. Schilddrüse, Nervensystem, Blutzucker, Schlaf, Hormone, Darm, Leber und Nährstoffversorgung beeinflussen sich gegenseitig.

Warum Hashimoto mehr als ein einzelner TSH-Wert ist



Viele Frauen erleben eine besonders frustrierende Situation: Sie fühlen sich erschöpft, unkonzentriert und innerlich angespannt, während ihnen gesagt wird, ihre Schilddrüsenwerte seien in Ordnung. Ein unauffälliger TSH-Wert ist wichtig, beantwortet aber nicht jede Frage.

Es lohnt sich, genauer hinzusehen: Wie haben sich die Werte im Verlauf verändert und wie stehen TSH, fT3 und fT4 zueinander? Wurde die Hormondosis kürzlich verändert, und wie und wann werden die Hormone eingenommen? Gibt es Eisenmangel, Vitaminmangel oder starke Blutungen? Befindet sich die Frau in der Perimenopause? Wie gut schläft sie, wie hoch ist die Belastung? Auch Menschen mit gut eingestellten Werten können weiterhin Beschwerden haben. Das bedeutet nicht automatisch, dass mehr Schilddrüsenhormon nötig ist – es bedeutet, dass genauer hingeschaut werden sollte.

Grafik zeigt, warum Hashimoto mehr als ein einzelner TSH-Wert ist und welche weiteren Faktoren eine Rolle spielen.

„Erschöpft und trotzdem innerlich auf Sendung: Manchmal fehlt dem Körper nicht der Wille, sondern der Weg zurück in die Erholung.“

Parri

Brain Fog und neurologische Beschwerden

Brain Fog gehört zu den Beschwerden, die viele Frauen nur schwer beschreiben können. Sie sagen dann: „Ich weiß genau, was ich sagen möchte, aber mir fehlt das Wort.“ Oder: „Mein Kopf fühlt sich an, als wären zwanzig Fenster geöffnet und irgendwo läuft noch Musik.“

Dazu können Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit, verlangsamtes Denken, Wortfindungsstörungen, mentale Erschöpfung, Kribbeln oder Taubheitsgefühle und eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Reizen gehören. Eine systematische Auswertung von 85 Studien aus dem Jahr 2025 fand bei Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion häufiger messbare kognitive Beeinträchtigungen als bei Kontrollpersonen – betont aber zugleich, dass die Zusammenhänge komplex sind und von Hormonwerten, Alter, Begleiterkrankungen und weiteren Faktoren abhängen. ( Pankowski et al., Alzheimer's & Dementia 2025)

Brain Fog kann außerdem durch Schlafmangel, Eisenmangel, Vitamin-B12-Mangel, Wechseljahre, Medikamente, Infekte oder depressive Erkrankungen verstärkt werden. Kribbeln, Taubheitsgefühle oder deutlich zunehmende neurologische Beschwerden gehören deshalb ärztlich abgeklärt.

Erschöpft und gleichzeitig überdreht

Stress bedeutet nicht nur, zu viele Termine im Kalender zu haben. Stress kann auch zu wenig Schlaf sein, ständige Verantwortung, emotionale Belastung, dauerndes Funktionieren, Schmerzen, Infekte, zu viele Reize, schwankender Blutzucker, hormonelle Veränderungen, Konflikte oder finanzielle Sorgen. Viele Frauen leben jahrelang in einem Zustand, den sie gar nicht mehr als Stress erkennen, weil er längst normal geworden ist. Sie arbeiten, kümmern sich, organisieren, denken an alle, reißen sich zusammen. Und irgendwann sagt der Körper: „Sehr beeindruckend, was du hier alles wichtig findest. Ich stelle den Betrieb trotzdem vorübergehend ein.“

Kurzfristiger Stress ist sinnvoll – der Körper stellt Energie bereit und macht uns handlungsfähig. Problematisch wird es, wenn diese Alarmbereitschaft dauerhaft anhält. Dann leiden Schlaf, Verdauung, Stimmung, Blutzucker und Regeneration, und bei Hashimoto können sich vorhandene Beschwerden verstärken.

Typisch ist dann eine Mischung, die besonders belastend ist: müde und gleichzeitig unruhig, erschöpft und trotzdem überdreht. Viele Frauen sagen: „Ich bin nicht direkt panisch, aber ich bin nie richtig entspannt.“ Wenn man nur müde wäre, könnte man schlafen. Wenn man nur unruhig wäre, könnte man sich bewegen. Aber beides zusammen fühlt sich an wie ein Auto, das gleichzeitig bremst und Gas gibt – der Körper verbraucht weiter Energie, bekommt aber keine echte Erholung.

Warum du dich manchmal nicht mehr wie du selbst fühlst

„Ich war früher viel gelassener.“ „Lärm macht mich wahnsinnig.“ „Ich erkenne mich manchmal selbst nicht wieder.“ Das kann sich wie eine Persönlichkeitsveränderung anfühlen. Oft hat sich jedoch nicht die Persönlichkeit verändert, sondern die Belastbarkeit. Wenn das Nervensystem dauerhaft angespannt ist, Schlaf fehlt und hormonelle Schwankungen hinzukommen, sinkt die Reizschwelle: Man reagiert schneller, hat weniger Geduld, kann Gefühle schlechter regulieren und fühlt sich rascher überfordert.

Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2024 fand bei Menschen mit Hashimoto trotz normaler Schilddrüsenfunktion häufiger Angst und depressive Beschwerden als in Kontrollgruppen – die Autoren weisen allerdings auf erhebliche Unterschiede zwischen den eingeschlossenen Studien hin. ( Wang et al., Compr Psychoneuroendocrinol 2024) Aus einem solchen Zusammenhang lässt sich nicht ableiten, dass Hashimoto jede psychische Beschwerde direkt verursacht. Psychische und körperliche Faktoren sollten gemeinsam betrachtet werden – das eine schließt das andere nicht aus.

Wenn Hashimoto und Wechseljahre aufeinandertreffen

Gerade ab Mitte oder Ende dreißig kommt bei vielen Frauen ein weiterer Faktor hinzu: die Perimenopause. Östrogen und Progesteron verändern sich dann häufig nicht gleichmäßig, sondern schwankend. Manche Monate verlaufen ruhig, während der nächste Zyklus plötzlich Schlafprobleme, Herzklopfen, Reizbarkeit, Hitzewallungen oder eine deutlich geringere Belastbarkeit mitbringt.

Wenn gleichzeitig Hashimoto besteht, lassen sich die Beschwerden oft kaum sauber zuordnen. Ist es die Schilddrüse? Sind es die Wechseljahre? Ist es der Schlafmangel? Oder hat man sämtliche Belastbarkeit zusammen mit dem Haustürschlüssel verlegt? Häufig wirken mehrere Faktoren gleichzeitig. Schlafstörungen sind in dieser Phase weit verbreitet, und hormonelle Schwankungen, Hitzewallungen, Stimmung und der Tag-Nacht-Rhythmus beeinflussen sich gegenseitig; eine aktuelle Übersichtsarbeit empfiehlt deshalb einen individuellen, mehrschichtigen Blick auf Schlafbeschwerden in den Wechseljahren. ( Troìa et al., J Clin Med 2025)

Aus frauenheilkundlicher Sicht gehören deshalb auch Fragen dazu wie: Hat sich der Zyklus verändert, sind die Blutungen stärker oder unregelmäßiger geworden? Gibt es Hitzewallungen oder nächtliches Schwitzen? Treten die Beschwerden zyklusabhängig auf, wie ist die Eisenversorgung, wie der Schlaf? Diese Informationen sind genauso wichtig wie ein einzelner Laborwert.

Warum viele Frauen nachts aufwachen

frau liegt um 2.15 unr im bett und ist wach kann nicht schlafen

Ein Klassiker ist das nächtliche Aufwachen: Man schläft zunächst ein und ist zwischen zwei und vier Uhr plötzlich hellwach. Der Körper ist müde, aber der Kopf beginnt eine Sondersendung. Mögliche Gründe sind Stress und Gedankenkreisen, Hitzewallungen und hormonelle Veränderungen, Alkohol, spätes oder schweres Essen, Schmerzen, Harndrang, Medikamente, Schlafapnoe, Restless Legs, Blutzuckerschwankungen oder eine nicht passende Schilddrüsenhormondosis.

Nächtliches Aufwachen zu einer bestimmten Uhrzeit beweist jedoch keine sogenannte Leberbelastung. Die Leber ist selbstverständlich ein wichtiges Stoffwechselorgan, aber sie arbeitet nicht nach einer populären Organuhr, die zuverlässig um drei Uhr morgens eine Pushnachricht verschickt. Wenn Schlafprobleme häufig auftreten oder länger anhalten, sollte deshalb geprüft werden, was tatsächlich dahintersteht.

Was einen vermeintlichen Hashimoto-Schub auslösen kann

„Kann Stress einen Hashimoto-Schub auslösen?“ Stress kann vorhandene Beschwerden deutlich verstärken. Ob dabei immer eine stärkere autoimmune Aktivität vorliegt, lässt sich anhand des persönlichen Empfindens allein aber nicht feststellen. Was sich wie ein Schub anfühlt, kann auch mit einem Infekt, Schlafmangel, einer veränderten oder unregelmäßig eingenommenen Hormondosis, starken Blutungen und Eisenmangel, der Perimenopause, Vitaminmangel, Darmproblemen oder anhaltender emotionaler Belastung zusammenhängen.

Manchmal baut sich die Verschlechterung langsam auf: Zuerst wird der Schlaf unruhiger, dann nimmt die Reizbarkeit zu, danach kommt die Müdigkeit, und schließlich fühlt sich alles wieder an wie „Hashimoto von vorne“. Der Körper flüstert häufig zuerst. Wenn wir nicht zuhören, wird er deutlicher. Und irgendwann brüllt er – meist in einer Woche, in der wir dafür ausgesprochen wenig Zeit eingeplant haben.

Was ich als Heilpraktikerin genauer betrachte

Wenn eine Frau erschöpft ist und trotzdem nicht zur Ruhe kommt, schaue ich nicht nur auf die Schilddrüse. Ich möchte verstehen, wodurch ihr Nervensystem immer wieder in Alarmbereitschaft gerät und was dem Körper fehlt, um in die Regeneration zurückzufinden.

Dazu gehören für mich unter anderem die aktuelle Schilddrüseneinstellung (TSH, fT3 und fT4 im Verlauf, Zeitpunkt und Art der Einnahme), der Eisen- und Vitaminstatus (Ferritin, Blutbild, B12, Folsäure, Vitamin D), Mineralstoffe wie Magnesium und Zink, die Eiweißversorgung, Zyklus und hormonelle Lebensphase, Schlafqualität, Verdauung, Blutzuckerstabilität, Koffein und Alkohol, Medikamente sowie emotionale Belastung, Bewegung und Erholung. Auch die Art der Beschwerden ist wichtig: Herzklopfen, Zittern, Wärmegefühl und Unruhe können auftreten, wenn zu viel Schilddrüsenhormon eingenommen wird – ähnliche Symptome passen aber auch zu Wechseljahren, Stress, Schlafmangel oder Angstzuständen.

Naturheilkunde bedeutet für mich, solche Zusammenhänge zu erkennen und den Körper gezielt zu unterstützen. Sie ersetzt keine notwendige ärztliche Diagnostik, kann aber helfen, aus vielen einzelnen Beschwerden wieder ein verständliches Gesamtbild zu machen.

parri Mortazavi Heilpraktikerin

Was deinem Nervensystem helfen kann

Frau unterstützt ihr Nervensystem mit einer ruhigen Pause und sanfter Bewegung in der Natur.

Die wirkungsvollsten Maßnahmen sind selten spektakulär. Sie müssen aber in deinen Alltag passen.


Echte Pausen statt Reizwechsel


Dein Nervensystem braucht Zeiten, in denen tatsächlich weniger passiert. Fünf Minuten mit dem Handy auf dem Sofa sind meistens keine Pause, sondern ein Reizwechsel mit Hintergrundbeleuchtung.

Hilfreich können sein:

• ruhige Spaziergänge
• bewusste Atemübungen
• Zeiten ohne Bildschirm
• klare Grenzen
• eine Aufgabe nach der anderen

Es geht nicht darum, den ganzen Tag entspannt lächelnd auf einem Meditationskissen zu sitzen. Viel wichtiger ist, deinem Körper regelmäßig zu zeigen, dass nicht jede Minute ein Notfall ist.


Schlaf als Therapiebaustein


Schlaf ist kein Luxus, sondern wichtige Regenerationszeit für Körper, Gehirn und Nervensystem. Eine ruhige Abendroutine kann dabei helfen, leichter zur Ruhe zu kommen.

Dazu gehören beispielsweise: 

• abends das Licht dimmen
• das Handy früher weglegen
• späte, schwere Mahlzeiten vermeiden
• Alkohol nicht als Einschlafhilfe nutzen
• möglichst regelmäßige Schlafenszeiten
• ein kühles und dunkles Schlafzimmer

Anhaltende Schlafstörungen sollten ärztlich abgeklärt werden. Gerade in den Wechseljahren werden Schlafapnoe und das Restless Legs Syndrom bei Frauen teilweise übersehen.


Nährstoffe gezielt prüfen


Nerven, Gehirnstoffwechsel und Schilddrüse sind auf eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen angewiesen. Wichtig sein können unter anderem:

• Magnesium
• Vitamin B12 und Vitamin B6
• Folat
• Vitamin D
• Zink und Selen
• Eisen
• Omega 3 Fettsäuren
• ausreichend Eiweiß

Das bedeutet nicht, dass jede Frau alles hoch dosiert einnehmen sollte. Eisen gehört beispielsweise nur dann gezielt ergänzt, wenn Bedarf und Verträglichkeit geklärt sind. Auch bei Vitamin D und Selen ist mehr nicht automatisch besser.

Man kann vom Körper keine dauerhafte Höchstleistung erwarten, wenn er im Keller nach den letzten Reserven suchen muss. Gleichzeitig sollte man diesen Keller nicht wahllos mit Kapseldosen vollstellen.


Regelmäßig essen und den Blutzucker stabilisieren


Starke Blutzuckerschwankungen können innere Unruhe, Zittern, Heißhunger und Konzentrationsprobleme verstärken. Viele Frauen profitieren deshalb von regelmäßigen Mahlzeiten mit:

• einer guten Eiweißquelle
• Gemüse oder anderen Ballaststoffquellen
• hochwertigen Fetten

Das heißt nicht, dass nie wieder etwas Süßes erlaubt ist. Wir möchten schließlich leben und nicht freiwillig in eine geschmacklose Strafkolonie ziehen. Wichtig ist vielmehr, dass schnelle Kohlenhydrate nicht ständig die Grundlage der Energieversorgung bilden.


Bewegung ohne zusätzliche Überforderung


Bewegung kann die Stressregulation, den Schlaf, den Stoffwechsel und die Stimmung unterstützen. Aber auch hier gilt: Mehr ist nicht automatisch besser.

Wenn du bereits stark erschöpft bist, kann tägliches intensives Training deinen Körper zusätzlich belasten. 


Häufig besser geeignet sind:

• regelmäßige Spaziergänge
• moderates Krafttraining
• sanftes Ausdauertraining
• Yoga oder andere ruhige Bewegungsformen

Das Ziel ist nicht, deinen Körper noch stärker anzutreiben. Bewegung sollte ihm dabei helfen, wieder mehr Regulationsfähigkeit aufzubauen.


Was deinem Nervensystem helfen kann

Die wirkungsvollsten Maßnahmen sind selten spektakulär. Sie müssen aber in deinen Alltag passen.

Echte Pausen statt Reizwechsel

Dein Nervensystem braucht Zeiten, in denen tatsächlich weniger passiert. Fünf Minuten mit dem Handy auf dem Sofa sind meistens keine Pause, sondern ein Reizwechsel mit Hintergrundbeleuchtung.


Hilfreich können sein:

• ruhige Spaziergänge
• bewusste Atemübungen
• Zeiten ohne Bildschirm
• klare Grenzen
• eine Aufgabe nach der anderen

Es geht nicht darum, den ganzen Tag entspannt lächelnd auf einem Meditationskissen zu sitzen. Viel wichtiger ist, deinem Körper regelmäßig zu zeigen, dass nicht jede Minute ein Notfall ist.


Schlaf als Therapiebaustein


Schlaf ist kein Luxus, sondern wichtige Regenerationszeit für Körper, Gehirn und Nervensystem. Eine ruhige Abendroutine kann dabei helfen, leichter zur Ruhe zu kommen.

Dazu gehören beispielsweise:

• abends das Licht dimmen
• das Handy früher weglegen
• späte, schwere Mahlzeiten vermeiden
• Alkohol nicht als Einschlafhilfe nutzen
• möglichst regelmäßige Schlafenszeiten
• ein kühles und dunkles Schlafzimmer

Anhaltende Schlafstörungen sollten ärztlich abgeklärt werden. Gerade in den Wechseljahren werden Schlafapnoe und das Restless Legs Syndrom bei Frauen teilweise übersehen.


Nährstoffe gezielt prüfen


Nerven, Gehirnstoffwechsel und Schilddrüse sind auf eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen angewiesen. Wichtig sein können unter anderem:

• Magnesium
• Vitamin B12 und Vitamin B6
• Folat
• Vitamin D
• Zink und Selen
• Eisen
• Omega 3 Fettsäuren
• ausreichend Eiweiß

Das bedeutet nicht, dass jede Frau alles hoch dosiert einnehmen sollte. Eisen gehört beispielsweise nur dann gezielt ergänzt, wenn Bedarf und Verträglichkeit geklärt sind. Auch bei Vitamin D und Selen ist mehr nicht automatisch besser.

Man kann vom Körper keine dauerhafte Höchstleistung erwarten, wenn er im Keller nach den letzten Reserven suchen muss. Gleichzeitig sollte man diesen Keller nicht wahllos mit Kapseldosen vollstellen.


Regelmäßig essen und den Blutzucker stabilisieren


Starke Blutzuckerschwankungen können innere Unruhe, Zittern, Heißhunger und Konzentrationsprobleme verstärken.

Viele Frauen profitieren deshalb von regelmäßigen Mahlzeiten mit:

• einer guten Eiweißquelle
• Gemüse oder anderen Ballaststoffquellen
• hochwertigen Fetten

Das heißt nicht, dass nie wieder etwas Süßes erlaubt ist. Wir möchten schließlich leben und nicht freiwillig in eine geschmacklose Strafkolonie ziehen. Wichtig ist vielmehr, dass schnelle Kohlenhydrate nicht ständig die Grundlage der Energieversorgung bilden.

Bewegung ohne zusätzliche Überforderung

Bewegung kann die Stressregulation, den Schlaf, den Stoffwechsel und die Stimmung unterstützen. 

Aber auch hier gilt: Mehr ist nicht automatisch besser.

Wenn du bereits stark erschöpft bist, kann tägliches intensives Training deinen Körper zusätzlich belasten. 


Häufig besser geeignet sind:

• regelmäßige Spaziergänge
• moderates Krafttraining
• sanftes Ausdauertraining
• Yoga oder andere ruhige Bewegungsformen

Das Ziel ist nicht, deinen Körper noch stärker anzutreiben. Bewegung sollte ihm dabei helfen, wieder mehr Regulationsfähigkeit aufzubauen.



Wenn der Antrieb mal wieder ausbleibt

Es gibt diese Tage, an denen der Antrieb irgendwo zwischen Bettkante und erster Tasse Kaffee verloren gegangen ist – erschöpft, unkonzentriert und wenig belastbar, während das Nervensystem gleichzeitig nicht richtig zur Ruhe kommt. Gerade bei Hashimoto, in längeren Stressphasen und während der Wechseljahre begegnet mir diese widersprüchliche Mischung sehr häufig.

Für solche Phasen habe ich Basis 3 Nervenfreund entwickelt. Die Rezeptur verbindet Magnesiumbisglycinat und Zink mit den Vitaminen B6 und B12, L-Theanin, Taurin und Inositol, ergänzt durch Safran, Rhodiola und Eleutherococcus. Mir war wichtig, nicht einfach einen einzelnen Stoff anzubieten, sondern verschiedene Bausteine in einer durchdachten Rezeptur zusammenzubringen.

Basis 3 ist kein Ersatz für Schlaf, Pausen oder die notwendige Abklärung anhaltender Beschwerden. Auch die beste Kapsel kann keinen Alltag ausgleichen, der seit Monaten nur aus Funktionieren besteht. Sie kann aber ein sinnvoller Teil der täglichen Routine sein, wenn Stress, mentale Erschöpfung und nachlassende Belastbarkeit eine größere Rolle spielen. Je nach Bedarf lässt sich Basis 3 mit Basis 1 als Grundversorgung und Basis 2 als Teil der Abendroutine kombinieren – entscheidend bleibt, nicht wahllos alles einzunehmen, sondern die Unterstützung passend zur eigenen Situation auszuwählen.

 Hashifit Basis 3 Nervenfreund für anspruchsvolle Lebensphasen.

Leber, Darm und Blutzucker mitdenken




Auch andere Bereiche gehören ins Gesamtbild. Die Leber ist an Blutzuckerregulation, Hormonverarbeitung und dem Abbau vieler Stoffe beteiligt, weshalb ich auch auf Ernährung, Alkohol, Medikamente und Verdauung schaue – ohne dass deshalb jede Müdigkeit automatisch „von der Leber“ kommt. Der Darm ist an der Nährstoffaufnahme beteiligt und eng mit dem Immunsystem verbunden; Verdauungsprobleme, Unverträglichkeiten oder Darmerkrankungen können die Versorgung beeinflussen. Und der Blutzucker spielt für Energie, Konzentration und Belastbarkeit eine große Rolle: Bestehen Mahlzeiten häufig aus schnellen Kohlenhydraten ohne Eiweiß und Ballaststoffe, können starke Schwankungen entstehen, die Heißhunger, Leistungstiefs und nächtliche Unruhe begünstigen.

Grafik zeigt, welche Körperfunktionen das autonome Nervensystem mitsteuert.

„Dein Nervensystem braucht keine weiteren Durchhalteparolen. Es braucht regelmäßig die Erfahrung, dass nicht jede Minute ein Notfall ist.“

Parri

Hashifit als Systemgedanke


Hashifit ist nicht als einzelnes Wundermittel gedacht. Mir war von Anfang an wichtig, Hashimoto als Systemthema zu betrachten. Die Schilddrüse ist ein wichtiges Organ, doch auch Schlaf, Nervensystem, Darm, Leber, Stoffwechsel und Nährstoffversorgung spielen eine Rolle.

Im Laufe der vergangenen Jahre habe ich erkannt, dass viele dieser Themen nicht nur Frauen mit Hashimoto betreffen. Innere Unruhe, Schlafstörungen, mentale Erschöpfung, Verdauungsprobleme und eine nachlassende Belastbarkeit begegnen mir ebenso bei Frauen ohne Schilddrüsenerkrankung, besonders in anspruchsvollen Lebensphasen und während der Wechseljahre.

Aus diesem Grund besteht Hashifit aus verschiedenen Bausteinen: Basis 1 als tägliche Grundversorgung, Basis 2 als Teil der Abendroutine, Basis 3 Nervenfreund für Phasen mit Stress und nachlassender Belastbarkeit, Leberbalance für die Stoffwechselroutine, Darmflora 16 Plus für den Bereich Darm und Nährstoffaufnahme sowie natürliches Jod aus Kelp, niedrig dosiert und individuell ergänzbar.

Was ursprünglich für Frauen mit Hashimoto entstanden ist, entwickelt sich damit zu einem System, das Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen begleiten kann. Dabei braucht nicht jede Frau alle Bausteine. Entscheidend ist, die Unterstützung passend zur persönlichen Situation auszuwählen.



Hashifit system als puzzle System eine frau in der Mitte und dei puzzle teile um sie herum

Fazit: Dein Nervensystem braucht mehr als Durchhalteparolen

Wenn du innerlich unruhig bist, schlecht schläfst, dich schnell überfordert fühlst oder nicht mehr abschalten kannst, bedeutet das nicht automatisch, dass du zu empfindlich bist. Dein Nervensystem kann überlastet sein, unabhängig davon, ob du Hashimoto hast oder nicht.

Ich kenne dieses müde Funktionieren selbst: Der Körper ist erschöpft, aber das System findet den Ausschalter nicht. Gerade dann hilft es wenig, sich noch mehr zusammenzureißen. Viel wichtiger ist es, genauer hinzusehen und zu verstehen, was den Körper belastet und was ihm fehlt, um wieder in die Erholung zu finden.

Dein Körper arbeitet nicht gegen dich. Er versucht, mit den Bedingungen zurechtzukommen, die ihm zur Verfügung stehen. Wenn du seine Signale besser verstehst, kannst du ruhiger und freundlicher mit dir umgehen und gezielter entscheiden, welche Unterstützung wirklich zu dir passt.


Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden, starken oder zunehmenden Beschwerden solltest du dich ärztlich oder therapeutisch begleiten lassen.



FAQ - Hashimoto und Nervensystem

Kann Hashimoto innere Unruhe verursachen?

Innere Unruhe kann bei Hashimoto auftreten, besonders wenn die Schilddrüsenfunktion nicht optimal eingestellt ist oder Faktoren wie Schlafmangel, Stress, Wechseljahre oder Nährstoffmängel hinzukommen. Sie sollte aber nicht automatisch allein auf Hashimoto zurückgeführt werden.

Warum wache ich nachts zwischen zwei und vier Uhr auf?

Mögliche Ursachen sind Stress, hormonelle Veränderungen, Hitzewallungen, Alkohol, Medikamente, Schmerzen, Schlafapnoe, Blutzuckerschwankungen oder eine unpassende Hormondosis. Die Uhrzeit allein erlaubt keine sichere Aussage über die Ursache.

Kann Stress einen Hashimoto-Schub auslösen?

Stress kann Beschwerden deutlich verstärken und die körperliche Regulation belasten. Ob tatsächlich eine stärkere autoimmune Aktivität vorliegt, lässt sich anhand der Symptome allein nicht feststellen.

Warum wache ich nachts zwischen zwei und vier Uhr auf?

Mögliche Ursachen sind Stress, hormonelle Veränderungen, Hitzewallungen, Alkohol, Medikamente, Schmerzen, Schlafapnoe, Blutzuckerschwankungen oder eine unpassende Hormondosis. Die Uhrzeit allein erlaubt keine sichere Aussage über die Ursache

Können die Wechseljahre Hashimoto-Beschwerden verstärken?

Die hormonellen Veränderungen der Perimenopause können Schlaf, Stimmung, Herzschlag, Temperaturregulation und Belastbarkeit beeinflussen. Dadurch können Beschwerden stärker wahrgenommen werden oder sich mit Hashimoto-Symptomen überschneiden.

Kann Hashimoto psychische Symptome verursachen?

Hashimoto und Hypothyreose können mit depressiver Stimmung, Ängstlichkeit und kognitiven Beschwerden verbunden sein. Psychische Symptome können jedoch verschiedene Ursachen haben und sollten körperlich sowie ärztlich oder psychotherapeutisch betrachtet werden.

Wofür ist Basis 3 Nervenfreund gedacht?

Basis 3 Nervenfreund ist für Phasen gedacht, in denen Stress, mentale Erschöpfung, innere Anspannung und eine geringere Belastbarkeit spürbar werden. Das kann bei Hashimoto, in den Wechseljahren oder in anspruchsvollen Lebensphasen der Fall sein. Nervenfreund ist daher nicht nur für Menschen mit Hashimoto geeignet. Das Produkt ersetzt keine medizinische Behandlung oder notwendige Diagnostik.



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parri mortazavi heilpraktikerin und hashifit Gründerin

Parri Mortazavi

Parri Mortazavi ist Heilpraktikerin mit mehr als 20 Jahren Praxiserfahrung und spezialisiert auf Hashimoto, Frauengesundheit, TCM und orthomolekulare Medizin. Sie verbindet naturheilkundliches Erfahrungswissen mit physiologischen Zusammenhängen und wissenschaftlicher Forschung.

Aus ihrer eigenen langjährigen Erfahrung mit Hashimoto und ihrer Arbeit mit Patientinnen entwickelte sie 2018 das Hashifit-System. Heute begleitet sie Frauen in ihrer Praxis und online dabei, Schilddrüse, Hormone und Stoffwechsel ganzheitlich zu verstehen.