Warum der Stoffwechsel bei einer Schilddrüsenunterfunktion oft anders arbeitet
|
|
Lesezeit 4 min
|
|
Lesezeit 4 min
Viele meiner Patienten kommen in die Praxis, weil sie trotz bewusster Ernährung, ausreichend Bewegung und verschiedenen Diäten kaum Gewicht verlieren. Besonders häufig betrifft das Menschen mit Hashimoto, einer chronischen Autoimmunerkrankungder Schilddrüse.
Die Schilddrüse produziert wichtige Schilddrüsenhormone, die den gesamten Stoffwechsel, die Energieproduktion und viele Stoffwechselprozesse im Körper beeinflussen. Wenn diese Hormone nicht optimal arbeiten oder die Hormonbalance gestört ist, kann sich das direkt auf Gewicht, Energiehaushalt, Blutzucker und Fettstoffwechselauswirken.
Inhaltsangabe
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert der Körper häufig weniger aktive Schilddrüsenhormone. Dadurch kann sich der gesamte Grundumsatz verändern.
Der Stoffwechsel arbeitet langsamer und die Energieproduktion in den Mitochondrienkann reduziert sein. Viele Betroffene berichten deshalb über Müdigkeit, Erschöpfung und eine geringere körperliche Aktivität.
Gleichzeitig kann sich der Fettstoffwechsel verändern. Der Körper speichert Energie schneller als Fett, besonders im Bereich des Bauchfetts. Dieses sogenannte viszerale Fettsteht häufig im Zusammenhang mit Insulinresistenz, chronischer Entzündung und Veränderungen im Hormonstoffwechsel.
Die Schilddrüse wirkt wie ein biologischer Taktgeber für viele Prozesse im Körper.
Sie beeinflusst unter anderem
• den Grundumsatz
• die Energieproduktion
• den Fettstoffwechsel
• die Körpertemperatur
• die Hormonregulation
Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 steuern dabei viele Stoffwechselprozesse in den Zellen. Wenn diese Hormone nicht optimal wirken oder die Umwandlung von T4 zu T3 eingeschränkt ist, kann der Körper Energie langsamer verbrennen.
Auch die Leber spielt dabei eine wichtige Rolle, weil sie an der Hormonumwandlung, der Entgiftung und der Regulation verschiedener Stoffwechselprozesse beteiligt ist.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Blutzuckerstoffwechsel. Viele Menschen mit Hashimoto entwickeln im Laufe der Zeit Veränderungen in der Insulinsensitivität.
Wenn der Blutzucker häufiger ansteigt, produziert der Körper mehr Insulin. Dieses Hormonsignalisiert dem Körper, Energie zu speichern.
Dadurch kann sich leichter Körperfett ansammeln, insbesondere im Bereich des Bauchfetts.
Der Zusammenhang zwischen Blutzucker, Insulin, Fettstoffwechsel und Gewichtszunahme wird heute auch in der Stoffwechselforschung zunehmend diskutiert.
Hashimoto bedeutet nicht, dass der Körper gegen dich arbeitet. Oft bedeutet es nur, dass dein Körper versucht, dir etwas zu zeigen.“
Auch Stress spielt bei Hashimoto eine wichtige Rolle.
Bei dauerhafter Belastung produziert der Körper vermehrt das Stresshormon Cortisol. Dieses Hormon beeinflusst verschiedene Stoffwechselprozesse, unter anderem
• den Blutzucker
• die Insulinregulation
• die Fettverteilung
• die Regeneration
Erhöhtes Cortisol kann dazu führen, dass der Körper schneller Fettreserven aufbaut und gleichzeitig weniger Energie verbrennt.
Auch das Nervensystem spielt dabei eine Rolle, weil ein dauerhaft aktiviertes Stresssystemdie Regulation von Hormonen, Verdauung und Stoffwechsel beeinflussen kann.
In der Naturheilkunde betrachten wir Gewichtszunahme bei Hashimoto nie isoliert.
Wichtige Bereiche sind
• Darmgesundheit
• Mikrobiom
• Leberfunktion
• Hormonbalance
• Stressregulation
• Nährstoffversorgung
Eine gesunde Darmflora unterstützt beispielsweise die Verdauung, die Nährstoffaufnahme und die Immunregulation. Gleichzeitig beeinflusst das Mikrobiomverschiedene Stoffwechselprozesse, die auch mit Gewicht und Energiehaushaltverbunden sind.
Auch die Versorgung mit Mikronährstoffen wie Selen, Zink, Magnesium, Vitamin D, Vitamin B12 und Omega 3 Fettsäuren spielt eine Rolle für die Schilddrüsenfunktion und den Stoffwechsel.
„Gesundheit entsteht selten durch eine einzelne Maßnahme. Sie entsteht, wenn viele kleine Prozesse im Körper wieder zusammenarbeiten.“
In meiner Naturheilpraxis sehe ich häufig Menschen mit Hashimoto, die trotz bewusster Ernährung und regelmäßiger Bewegung Schwierigkeiten haben, ihr Gewicht zu regulieren.
Wenn wir genauer hinschauen, zeigen sich oft mehrere Faktoren gleichzeitig.
Zum Beispiel
• ein gestörter Blutzuckerstoffwechsel
• erhöhter Stress
• eine reduzierte Schlafqualität
• Veränderungen im Hormonstoffwechsel
• eine belastete Darmflora
Deshalb ist es wichtig, immer den gesamten Stoffwechsel, das Hormonsystem und den individuellen Lebensstil zu betrachten.
Auch in der Stoffwechselforschung wird zunehmend untersucht, wie Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto verschiedene Stoffwechselprozessebeeinflussen können.
Studien zeigen, dass Veränderungen im Hormonstoffwechsel, im Blutzuckerstoffwechselund im Immunsystem Auswirkungen auf Gewicht, Energiehaushalt und Fettverteilunghaben können.
Dabei wird immer deutlicher, dass Hashimoto nicht nur eine Erkrankung der Schilddrüse, sondern eine komplexe Systemerkrankung ist, die viele Bereiche des Körpers betrifft.
Wenn Menschen mit Hashimoto Schwierigkeiten haben abzunehmen, liegt das selten nur an einem einzelnen Faktor.
Der Stoffwechsel, die Schilddrüsenhormone, der Blutzucker, das Stresssystem, die Leberfunktion und die Darmgesundheit stehen in enger Verbindung miteinander.
Deshalb lohnt es sich, immer den gesamten Körper, das Hormonsystem und den individuellen Lebensstil zu betrachten.
Hashimoto, Stoffwechsel, Hormone, Darmgesundheit und Vitalstoffe stehen häufig in enger Verbindung miteinander.
Wenn du diese Zusammenhänge besser verstehen möchtest, findest du im Hashifit Ratgeber weitere Beiträge aus meiner Praxis.
Dort erkläre ich auch, welche Vitalstoffe aus meiner Erfahrung in der Praxis häufig eine Rolle spielen und wie sie im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes eingesetzt werden können. Dieses Wissen stammt nicht nur aus meiner täglichen Arbeit mit Patienten, sondern auch aus meiner eigenen Erfahrung mit Hashimoto. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dieser Erkrankung und habe selbst erlebt, wie wichtig es ist, den gesamten Körper zu betrachten. Viele der Erkenntnisse, die ich heute weitergebe, sind aus dieser persönlichen und praktischen Erfahrung entstanden.
Bei Hashimoto können Veränderungen im Stoffwechsel, im Blutzuckerstoffwechsel, im Hormonsystem und im Stresssystem eine Rolle spielen.
Ja. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann den Grundumsatz, den Fettstoffwechsel und den Energiehaushalt beeinflussen.
Wichtige Faktoren sind Hormone, Blutzucker, Stress, Darmgesundheit, Leberfunktionund der individuelle Lebensstil. Hashifit Ratgeber
„Die Schilddrüse ist klein. Aber ihr Einfluss auf Energie, Hormone und Stoffwechsel ist groß.“
Aus meiner Erfahrung als Heilpraktikerin sehe ich immer wieder, dass Menschen mit Hashimoto ihren Körper besser verstehen können, wenn sie diese Zusammenhänge kennenlernen.
Je besser wir verstehen, wie Stoffwechsel, Hormone, Stresssystem und Verdauungzusammenarbeiten, desto leichter fällt es oft, den eigenen Körper wieder in eine stabile Balance zu bringen.
Deine
Parri 💜