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Hashimoto und Libidoverlust: Ursachen erkennen, sanft entgegenwirken

Geschrieben von: Parri

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Lesezeit 6 min


Hallo meine Lieben,

Hashimoto und Libidoverlust, ein Thema, das fast jede Frau kennt, aber kaum eine ausspricht.

In meinen Gesprächen mit Frauen, die Hashimoto haben, kommt dieses Thema oft erst ganz zum Schluss auf den Tisch. Flüsternd. Mit einem Zögern.


Und fast immer begleitet von einem entschuldigenden Lächeln:

„Ich weiß nicht, was mit mir los ist… Ich habe einfach keine Lust mehr. Auf gar nichts. Und das macht mir Angst.“
Viele Frauen erleben genau das – und oft spricht man viel zu selten darüber.

Lustlosigkeit gehört zu den meist übersehenen, aber gleichzeitig belastendsten Symptomen bei Hashimoto. Weil es nicht nur den Körper betrifft sondern uns als Frau in unserem Innersten. Unsere Beziehung. Unser Selbstbild. Unsere Lebensfreude.

Libidoverlust bei Hashimoto: Das Tabuthema


frau im gespräch mit ihrer therapeutin



Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Schilddrüse angegriffen wird. Meist entsteht dadurch eine Unterfunktion. Und die zieht sich wie eine Bremse durch unser ganzes System:

  • Schilddrüsenhormone wie T3 und T4 steuern den gesamten Stoffwechsel – auch Sexualhormone, Stimmung, Energie und Körpergefühl.
  • Gerät die Schilddrüse ins Stocken, laufen auch Durchblutung, Hormonproduktion und Lustzentren im Gehirn nur noch auf Sparflamme.
  • Viele Frauen erleben zusätzlich eine Östrogendominanz oder einen Progesteronmangel – besonders ab Mitte 30, wenn die Prämenopause beginnt.
  • Stress verschärft das Ganze: Bei dauerhaft hohen Cortisolwerten produziert der Körper kaum noch Testosteron oder Dopamin. Genau die brauchen wir aber für Lust und Lebensfreude.

Das Ergebnis?

Lust fühlt sich plötzlich fremd an. Nähe wird zur Anstrengung. Und dann ist da noch dieses schlechte Gewissen, weil „doch eigentlich alles in Ordnung sein müsste“…

Die hormonellen Zusammenhänge bei Hashimoto und Libidoverlust

Und genau das sage ich auch meinen Patientinnen:

Du bist nicht falsch. Du bist nicht kaputt. Du bist nicht prüde.
Dein Körper schützt dich gerade. Auf seine Art. Er spart Energie.

Er macht dicht, weil die Ressourcen knapp sind.
Und genau darin liegt die Chance:

Wenn dein hormonelles Gleichgewicht wieder ins Lot kommt, kommt auch deine Lust zurück. Vielleicht nicht genauso wie früher – aber in einer neuen, tieferen und zu dir passenden Form.

thyroxine die formrl steht auf einem blat papier und eine schilddrüsen atrappe

Was du tun kannst, 5 sanfte Schritte

1. Deinen Hormonstatus wirklich prüfen

Nur TSH zu messen, reicht nicht.

Wichtig sind auch: freies T3, freies T4, Progesteron, Estradiol, DHEA und Cortisol (Tagesprofil).

Vor allem ein Progesteronmangel bleibt oft unentdeckt, weil er „noch im Normbereich“ liegt.

drei labor blutröhrchen für schilddrüsen werte

3. DHEA und Testosteron stärken auf natürliche Weise


DHEA ist die „Mutterhormon-Quelle“. Ein Mangel zeigt sich oft in Müdigkeit, Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit. Was helfen kann:

  • Adaptogene wie Rhodiola, Maca oder Cordyceps
  • Zink und Vitamin D3
  • Krafttraining und eiweißreiche Ernährung

hormone  libidoverlust hashimoto

4. Cortisol senken – Dopamin haben


eine zeichnung von 2 köpfen cortisol senken und dopamin heben


Lust braucht Ruhe und Sicherheit. Wenn dein Körper im Überlebensmodus ist, macht er Nähe zur Nebensache. Hilfreich sind:


  • echte Pausen, ohne schlechtes Gewissen
  • Pflanzen wie Ashwagandha oder Tulsi
  • Schlafqualität stärken – z. B. mit Melatonin für den Schlaf
  • weniger Reizüberflutung, mehr „echtes Leben“

5.Östrogendominanz regulieren


jemand im weißen kitel hält eine zeichnung von einer gebermutter und eierstocke in der hand


Ein Zuviel an Östrogen (im Verhältnis zu Progesteron) kann Libido blockieren.

Unterstützend wirken:

• Leinsamen und Lignane

• Rotklee oder Granatapfel

• Leber und Darm entlasten, um überschüssiges Östrogen auszuscheiden


Was ich dir als Heilpraktikerin sagen möchte


ein dekoratives herz mit muster im hintergrund das meer und ein sonnen untergang


Du bist nicht allein mit diesem Gefühl, „wie abgeschnitten“ zu sein.

Ich war selbst dort. Ich kenne dieses „Ich will, aber ich kann nicht“.

Und ich weiß, wie heilsam es ist, wenn man langsam wieder zu sich findet.
Du musst dich mit dem Libidoverlust nicht abfinden. Du darfst dich wieder begehrenswert fühlen – für dich, für dein Leben.

Und das geht Schritt für Schritt. Ohne Druck. Ohne falsche Erwartungen.

Wenn du tiefer in das Thema Hashimoto einsteigen möchtest

In meinem Blog findest du noch viele weitere persönliche Erfahrungen, Fachwissen und Tipps aus meiner Praxis rund um Hashimoto, Hormone und weibliches Wohlbefinden.

Schau dich gern um – vielleicht entdeckst du genau den Impuls, der dir im Moment weiterhilft.


Hashimoto betrifft mehr als nur die Schilddrüse. Hashifit Ratgeber ist ein Teil des Ganzen – dein täglicher Begleiter für mehr Klarheit, Stabilität und Ganzheitlichkeit. Vielleicht genau das Puzzleteil, das deinem Weg noch gefehlt hat.


"Es geht nicht darum, perfekt zu funktionieren - sondern darum, dich und deinen Körper wieder als Team zu erleben. Genau hier beginnt echte Balance.“

Eure Parri

FAQ: Libido, Hormone und Hashimoto

1. Ist Libidoverlust bei Hashimoto normal?

Ja – viele Frauen mit Hashimoto berichten über ein Nachlassen der sexuellen Lust. Das liegt vor allem an den hormonellen Veränderungen, die mit der Schilddrüsenunterfunktion einhergehen. Die Schilddrüse beeinflusst nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch die Produktion von Sexualhormonen wie Progesteron, Testosteron oder DHEA. Wenn diese aus dem Gleichgewicht geraten, wirkt sich das oft direkt auf das Lustempfinden aus – körperlich und seelisch.

2. Welche Hormone beeinflussen die Libido bei Frauen mit Hashimoto?

Neben den Schilddrüsenhormonen T3 und T4 spielen vor allem Progesteron, Östrogen, DHEA, Testosteron und das Stresshormon Cortisol eine Rolle. Ein Ungleichgewicht – zum Beispiel ein Progesteronmangel, eine Östrogendominanz oder dauerhaft erhöhte Cortisolwerte – kann die Libido dämpfen. Auch Dopamin, ein Neurotransmitter für Lust und Motivation, ist häufig beeinträchtigt.

3. Kann man bei Hashimoto die Lust natürlich zurückholen?

Ja – viele Frauen erleben eine Verbesserung der Libido, wenn die hormonellen Ursachen erkannt und sanft reguliert werden. Dazu gehört ein umfassender Hormonstatus (nicht nur TSH), eine gezielte Versorgung mit Vitalstoffen, die Unterstützung des Progesteron- und Testosteronhaushalts, sowie Maßnahmen zur Stressregulation. Oft ist es ein Prozess – aber mit Geduld und dem richtigen Ansatz spüren viele Frauen ihre Lust wieder neu aufkommen.

4. Welche pflanzlichen Mittel helfen bei Libidoverlust durch Hashimoto?

Es gibt verschiedene pflanzliche Helfer, die sich bei hormonell bedingter Lustlosigkeit bewährt haben – besonders im Zusammenhang mit Hashimoto:

• Yamswurzel (z. B. in Hashifit Basis 1) – unterstützt den Progesteronstoffwechsel

• Ashwagandha & Tulsi – wirken ausgleichend auf das Stresssystem

• Maca & Rhodiola – bekannt als pflanzliche Adaptogene für Energie & Hormonbalance

• Cordyceps – traditionell eingesetzt für Vitalität und Libido

• Rotklee, Leinsamen & Granatapfel – unterstützen eine sanfte Östrogenregulation

• Zink & Vitamin D3 – wichtig für die Bildung von Testosteron und DHEA

5. Wie beeinflusst Stress die Sexualität bei Hashimoto?

Chronischer Stress wirkt wie ein „Lustkiller“. Bei Hashimoto ist das besonders kritisch, weil der Körper durch die Autoimmunreaktion ohnehin unter Dauerbelastung steht. Bei langanhaltendem Stress steigt der Cortisolspiegel – und dieser hemmt die Produktion von Dopamin, DHEA und Testosteron. Genau diese Stoffe sind aber entscheidend für Lust, Nähe und sexuelles Interesse.

Dazu kommt: Im Stressmodus ist der Körper im „Überleben“, nicht im „Verbinden“. Nähe wird zur Nebensache. Umso wichtiger sind regelmäßige Erholung, echte Pausen, guter Schlaf – und ganzheitliche Maßnahmen zur Cortisolregulation. 




6. Wie spreche ich Libidoverlust in meiner Beziehung an?

Am besten in einem ruhigen Moment und mit Ich-Botschaften. Erkläre, dass deine verminderte Lust nichts mit deinem Partner zu tun hat, sondern mit Hashimoto und hormonellen Veränderungen. Betonst du gleichzeitig, wie wichtig dir Nähe und Offenheit sind, schaffst du Verständnis und könnt ihr gemeinsam nach Wegen suchen, die eurer Beziehung guttun.

parri mortazavi heillpraktikerin im beratungsgespräch

Autor: Parri Mortazavi

Heilpraktikerin und Gründerin von Hashifit

Seit über 23 Jahren begleite ich Menschen in meiner naturheilkundlichen Praxis, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Hashimoto, Schilddrüse, Stoffwechsel und hormonellen Veränderungen bei Frauen.

Hashimoto begleitet mich selbst seit mehr als 40 Jahren. Ich kenne deshalb nicht nur die fachliche Seite, sondern auch die Erfahrung, vor Laborwerten zu sitzen, die angeblich in Ordnung sind, während der eigene Körper etwas anderes erzählt.

In meiner Arbeit verbinde ich naturheilkundliche Erfahrung, Traditionelle Chinesische Medizin, orthomolekulare Medizin, Ernährung, Schlaf, Stressregulation und hormonelle Lebensphasen mit dem Blick auf aktuelle wissenschaftliche Forschung.

Dabei ist mir besonders wichtig, ehrlich zu unterscheiden: Was wissen wir? Was beobachten wir in der Praxis? Und wo gibt es Zusammenhänge, die interessant sind, aber wissenschaftlich noch nicht ausreichend geklärt wurden?

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Hashifit ist aus meiner eigenen Geschichte mit Hashimoto und den Erfahrungen in den Wechseljahren entstanden. Weiterentwickelt wurde es durch meine langjährige Arbeit in der Praxis.

Daraus ist unser Hashifit Bausteinsystem entstanden. Der Gedanke dahinter ist einfach: verschiedene Bereiche der täglichen Nährstoffversorgung sinnvoll zu strukturieren, statt alles in ein einziges Produkt zu packen.

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